Aktuelles

 

 

Grundlegende Neuregelung zum Befreiungsverfahren

Das Bundessozialgericht hat mit Entscheidungen vom 31.10.2012 grundlegende Neuerungen zum Befreiungsverfahren judiziert. Antragsteller müssen danach zukünftig bei jedem Wechsel ihrer Beschäftigung zwingend einen neuen Befreiungsantrag bei der Deutschen Rentenversicherung Bund stellen. Der Antrag muss fristwahrend und unter Einhaltung der 3-Monatsfrist des § 6 Abs. 4 SGB VI gestellt werden, da anderweitig die Befreiung nur noch ab dem Zeitpunkt der Antragstellung rechtliche Wirksamkeit entfalten kann, unabhängig davon, ob zuvor bereits die materiellen Befreiungsvoraussetzungen vorgelegen haben. Grund für diese Neuerung ist, dass das Bundessozialgericht einer  einmal ausgesprochenen Befreiung nur noch eine begrenzte Rechtswirksamkeit zusprechen will, die auf die jeweilige Beschäftigung bzw. selbstständige Tätigkeit, für die eine Befreiung einmal ausgesprochen worden ist, begrenzt ist. Das Gericht ist insoweit einem sehr engen Wortlautverständnis des § 6 Abs. 5 S. 1 SGB VI gefolgt und hat damit eine langjährige anders geartete Verwaltungspraxis der Deutschen Rentenversicherung Bund aufgehoben.

Die aktuelle Pressemitteilung der DRV Bund finden Sie hier.




Pflichtbeiträge 2016

 

Monatliche Beitragsbemessungsgrenze 5.400,00 Euro
Beitragssatz 18,70 %
Jährliche Einzahlungshöchstgrenze 30.294,00 Euro
davon Pflichtbeitrag
(entspricht jährlichem Höchstbeitrag
bei der gesetzlichen Rentenversicherung)
12.117,60 Euro
Freiwillige Mehrzahlungen 18.176,40 Euro
Monatliche Beiträge
Regelbeitrag 1009,80 Euro
Halber Regelbeitrag 504,90 Euro
Viertel Regelbeitrag 252,45 Euro
Mindestbeitrag 126,22 Euro
Halber Mindestbeitrag 63,11 Euro



Auf Antrag wird Beitragsermäßigung für selbstständig tätige Apotheker gewährt, wenn für 2016 die Jahresgewinngrenze in Höhe von 64.800,00 Euro nicht erreicht wird. Der Beitrag beträgt dann 18,7 % des nachgewiesenen Jahresgewinns, mindestens jedoch den halben Regelbeitrag.

 

Hinweise zur Beitragszahlung

Die Beiträge zur Sächsisch-Thüringischen Apothekerversorgung werden am Ende des jeweiligen
Kalendermonats fällig. Die Teilnahme am Bankeinzugsverfahren (BEZ) ist satzungsgemäß verpflichtend; durch die Teilnahme am BEZ sichern Sie sich überdies eine pünktliche Zahlung Ihrer Beiträge (vgl. § 20 Abs. 1 Satz 2). Nehmen Sie vorübergehend nicht am Bankeinzugsverfahren teil, geben Sie bitte bei allen Einzahlungen im Verwendungszweck der Überweisung folgendes an:

-           Ihren Namen,
-           Ihre Mitgliedsnummer (nur die sechsstellige Zahl mit führenden Nullen, bspw. 000278)
-           den Zeitraum, für den die Zahlung bestimmt ist (Monat bei Pflichtbeiträgen) und
-           Art der Zahlung (Pflichtbeitrag oder freiwillige Mehrzahlung)

Unsere Bankverbindung: Deutsche Apotheker- und Ärztebank, BIC: DAAEDEDDXXX, IBAN: DE69 3006 0601 0003 3682 11.

Wenn Sie als Arbeitgeber die Beiträge für Ihre Mitarbeiter in Form einer Sammelüberweisung für mehrere Mitglieder abführen, ist im Verwendungszweck die Angabe Ihrer Betriebsnummer erforderlich.

Bei einem Arbeitgeberwechsel teilen Sie uns bitte auch die 8-stellige Betriebsnummer Ihres neuen Arbeitgebers mit. Für die gesetzlich vorgeschriebene Meldung Ihrer Beitragsdaten an das Versorgungswerk benötigt Ihr Arbeitgeber Ihre erweiterte Mitgliedsnummer (xxxxxx/043x) beim Versorgungswerk, die Sie ggf. bitte bei uns erfragen.

Zur Teilnahme am SEPA-Basis-Lastschriftverfahren ist die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats (entspricht der bisherigen Einzugsermächtigung) erforderlich. Die entsprechenden Formulare finden Sie unter www.stapv.de/sepa (für Mitglieder bzw. Arbeitgeber). Das Formular benötigen wir original unterschrieben zurück.

Einzugstermine (Pre-Notification)
Der Monatsbeitrag wird in 2015 jeweils zu folgenden Terminen von Ihrem Konto abgebucht:
29.1./29.2./31.3./29.4./31.5./30.6./29.7./31.8./30.9./28.10./30.11./30.12.


Bitte übermitteln Sie diese Hinweise ggf. an Ihre Abrechnungsstelle bzw. Ihr Steuerbüro.

 

Freiwillige Mehrzahlungen (FMZ)

 

Um Nachteile zu vermeiden, leisten Sie FMZ bitte stets bis Mitte Dezember, da sie sonst ggf. nicht bis spätestens 31. Dezember dem Konto des Versorgungswerks gutgeschrieben und damit nicht mehr für das laufende Kalenderjahr anrechenbar sind.

Für FMZ ist zum 1. Januar 2013 eine neue Satzungsregelung in Kraft getreten. Für Mitglieder der Geburtsjahrgänge bis einschließlich 1967 gilt die bisherige Regelung weiter. Darüber hinaus gelten für FMZ oberhalb der persönlichen Einzahlungshöchstgrenze (PEZHG) die Sätze 1, 2 und 4 des neu in Kraft getretenen § 19 Abs. 1 mit der Maßgabe, dass anstelle der Beitragsgrenze die PEZHG tritt; vgl. § 50 g „Übergangsregelung zu § 19“ der Satzung.

Geltende Regelung:

FMZ können für jedes Kalenderjahr der Mitgliedschaft geleistet werden, soweit sie zusammen mit dem Pflichtbeitrag das 2,5fache des Regelbeitrags nicht überschreiten. Ab dem Kalenderjahr, in dem das 55. Lebensjahr vollendet wird, werden FMZ, die zusammen mit dem Pflichtbeitrag die Beitragsgrenze überschreiten, mit den festgelegten Anteilssätzen zur Berechnung der Rentenpunkte herangezogen. Die Beitragsgrenze entspricht dem jeweiligen Regelbeitrag. Die Anteilssätze werden wie folgt festgelegt:

 

Zahlung im Kalenderjahr der Vollendung des

_____Anteilssatz

 

55. Lebensjahres

70 %

 

 

56. Lebensjahres

68 %

 

 

57. Lebensjahres

66 %

 

 

58. Lebensjahres

64 %

 

 

59. Lebensjahres

63 %

 

 

60. Lebensjahres

61 %

 

 

61. Lebensjahres

60 %

 

 

62. Lebensjahres

59 %

 

 

63. Lebensjahres

57 %

 

 

64. Lebensjahres

55 %

 

 

65. Lebensjahres

54 %

 

 

66. Lebensjahres

52 %

 

 

67. Lebensjahres

50 %.

 


Wir beraten Sie dazu auch gern telefonisch.

 

Dynamisierung der Versorgungsanwartschaften, Anpassung der Versorgungsleistungen

 

Die Vertreterversammlung der Sächsisch-Thüringischen Apothekerversorgung hat am 21. Oktober 2015 beschlossen, die laufenden Versorgungsleistungen zum 1. Januar 2016 um 0,50 % zu dynamisieren. Die bis zum 31. Dezember 2015 erworbenen Rentenpunkte, die den Versorgungsanwartschaften zugrunde liegen, werden um 1,56 % erhöht. Der Rentenbemessungsfaktor wird auf 0,945 gesenkt. Die effektive Anpassung der Versorgungsanwartschaften beträgt daher 0,4965 %.

 

Befreiungspraxis der Deutschen Rentenversicherung Bund (drv-bund)

 

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat im Januar 2014 eine Information zum Verfahren hinsichtlich des Befreiungsrechts herausgegeben. In dieser Veröffentlichung wird die nunmehr geltende Handhabung des Verfahrens sowohl für eine Beschäftigungsaufnahme nach dem 31. Oktober 2012 als auch für Beschäftigungsaufnahmen vor dem 31. Oktober 2012 ausführlich beschrieben. Wir bitten Sie – gerade auch in Ihrem eigenen Interesse – diese Erläuterungen zur Kenntnis zu nehmen und die neue Verfahrenspraxis zu beachten.

Die Information finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung Bund sowie hier auch als pdf-Datei.

Für klassische berufsspezifische Beschäftigungen (öffentliche und Krankenhausapotheken), die vor dem 31. Oktober 2012 aufgenommen worden sind, braucht für die noch fortwährende aktuelle Tätigkeit kein neuer Antrag gestellt werden.

Für die anderen berufsspezifischen Tätigkeitsfelder (WIV-Wissenschaft, Industrie und Verwaltung) ist hingegen ein Antrag zum Erhalt der Befreiung erforderlich.

Bei jeder Beschäftigungsaufnahme oder bei jeder wesentlichen Tätigkeitsänderung nach dem 31. Oktober 2012 muss immer ein neuer Antrag gestellt werden.

Bitte reichen Sie den Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung über uns ein, soweit ein neues Antragsverfahren durchgeführt werden muss. Fügen Sie dem Antrag, insbesondere bei Ausübung einer Tätigkeit, die nicht im klassischen Bereich liegt, eine ausführliche, präzise und individualisierte Stellen- und Funktionsbeschreibung bei. Ergänzende Informationen zur Abfassung einer Stellenbeschreibung erhalten Sie auf Anforderung von der Geschäftsstelle. Zudem besteht die Möglichkeit, auf Wunsch dem Befreiungsantrag eine Beurteilung Ihrer neu aufgenommenen  Tätigkeit durch die jeweilige Landesapothekerkammer (SLAK bzw. LAKT) beizufügen. Die Kammern prüfen und bescheinigen, ob die Tätigkeit, für die Sie eine Befreiung beantragen, als pharmazeutische Tätigkeit im Sinne der jeweiligen Berufsordnungen anzusehen ist.  Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit uns in Verbindung.

Im Falle einer Ablehnung des Befreiungsantrages durch die gesetzliche Rentenversicherung sollten Sie zeitnah Kontakt mit uns aufnehmen, damit wir Sie im weiteren Verfahren unterstützen können.


Geschäftsbericht 2014


Mitglieder können den Geschäftsbericht 2014 als pdf-Datei beim Versorgungswerk in Dresden anfordern. Der Versand erfolgt als pdf-Datei per Mail.

 

Allgemeine Hinweise

 

Beitragsübernahme bei Bezug von Krankengeld (Neu ab 1.1.2016)
Zum 1. Januar 2016 ist  die Regelung des § 47a Abs. 1 SGB V in Kraft getreten. Danach zahlen die gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag des Mitglieds diejenigen Beiträge an die zuständige berufsständische Versorgungseinrichtung, wie sie bei Eintritt von Versicherungspflicht nach § 3 Satz 1 Nummer 3 SGB VI an die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten wären.


Veränderungsmeldungen

Bitte teilen Sie uns Veränderungen Ihrer persönlichen Daten wie bspw. Anschrift, Arbeitgeberwechsel, Arbeitslosigkeit, Elternzeit u. ä. möglichst zeitnah schriftlich mit. Benutzen Sie dafür vorzugsweise die Änderungsmeldung.

Beitragsübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit

Für Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld und Übergangsgeld übernehmen die Arbeitsämter i. d. R. die Beitragszahlung zum Versorgungswerk. Stellen Sie den Antrag auf Beitragsübernahme zeitgleich mit dem Antrag auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit.

Beitragsübernahme durch die Pflegekasse
Das Elfte Buch Sozialgesetzbuch ermöglicht eine Beitragsübernahme für ehrenamtlich Pflegende zum Versorgungswerk. Bitte setzen Sie sich ggf. mit der Pflegekasse und mit uns in Verbindung.

Mitglieder in Ausübung einer nicht pharmazeutischen Tätigkeit
Falls Sie in eine nicht pharmazeutische Tätigkeit wechseln, könnten sich Änderungen in der Höhe der zur Sächsisch-Thüringischen Apothekerversorgung zu entrichtenden Pflichtbeiträge ergeben. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall möglichst frühzeitig mit uns in Verbindung.

 

Im Übrigen beraten wir Sie auch gern in unserer Geschäftsstelle.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Sächsisch-Thüringische Apothekerversorgung

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